Transformation-Partner Legartis im Gespräch
KI-System statt manueller Vertragsarbeit: Legartis über Legal Tech und Zukunftsfragen des Rechts.
Wie messen Kanzleien den Nutzen von KI-gestützten Tools? Diese Frage und mehr haben wir unserem Transformation-Partner Legartis in einem Interview gestellt.
Frage 1: Wie genau stellt Legartis sicher, dass juristisches Wissen dauerhaft konsistent, aktuell und maschinenlesbar bleibt – und wie verändert diese Wissensarchitektur langfristig die Rolle von Rechtsteams im Unternehmen?
Antwort: Juristisches Wissen ist in den meisten Organisationen implizit, personenabhängig und kaum skalierbar. Legartis löst das mit einem mehrschichtigen KI-Qualitätssystem aus Legal Best Practices, Unternehmensstandards und kontinuierlichem Lernen. Gemeinsam mit dem Agent Memory, das Playbooks, Reviews und Vertragshistorie verknüpft, entsteht ein lebendiges Unternehmensregelwerk.
Konkret: Wenn ein Unternehmen vor einem Jahr eine bestimmte Haftungsklausel akzeptiert hat, kennt das System diesen Kontext beim nächsten ähnlichen Vertrag.
Legal Teams wandeln sich dadurch vom operativen Prüfer zum strategischen Befähiger: Sie setzen die Standards und gestalten die Infrastruktur, mit der das Unternehmen rechtliche Entscheidungen trifft.
Frage 2: Ihr betont hohe KI-Standards, nachvollziehbare Ergebnisse und flexible Anpassungsmöglichkeiten. Welche konkreten Qualitäts- und Transparenzmechanismen setzt Legartis ein, um sicherzustellen, dass KI-gestützte Entscheidungen nicht nur effizient, sondern auch rechtlich belastbar und revisionssicher sind?
Antwort: Wir beginnen nie mit einem leeren System. Jedes Unternehmen startet mit Legal Best Practices, mit validierten Anforderungen, die sofort einsatzbereit sind. Jede Anforderung im Playbook erhält einen KI-Qualitäts-Score, der transparent ausweist, wie präzise die KI arbeitet. Der User kann direkt durch Feedback oder gezieltes KI-User-Tuning auf die KI-Kalibrierung Einfluss nehmen.
Legartis ist zudem DSGVO-konform, ISO 27001-zertifiziert, alle Daten bleiben auf Servern in der Schweiz und Europa. Vertrauen entsteht bei uns auf zwei Ebenen – messbare KI-Qualität und höchste Datenschutzstandards.
Frage 3: Legartis verspricht, dass das Vertragsvolumen wachsen kann, ohne dass das Team mitwächst. Was bedeutet das konkret für Unternehmen, die heute schon mit zu wenig Ressourcen zu viel leisten müssen?
Antwort: Das ist der Schmerzpunkt, den wir täglich sehen. Vertragsvolumen wächst – mehr Deals, mehr Lieferanten, mehr regulatorische Anforderungen. Aber die Ressourcen in der Rechtsabteilung wachsen nicht mit.
Der echte Hebel liegt darin, dass juristisches Wissen frei zugänglich ist für alle, die mit Verträgen arbeiten oder Rechtsfragen haben, die das Unternehmen betreffen. Unser Legal Workspace sorgt dafür, dass jeder im Unternehmen fundierte Antworten auf Basis des juristischen Unternehmenswissens erhält, in jeder europäischen Sprache. Und das Unternehmen baut mit jeder Interaktion einen kumulativen Wissensvorsprung auf, der dauerhaft im System bleibt und nicht bei Personalwechseln verloren geht. Das ist kein Effizienzgewinn. Das ist ein strategischer Vorteil.